BERLUC

Selten ist jemand so anhaltend vom gradlinigen Rock besessen wie Altmeister und Bandleader Dietmar Ränker von BERLUC. Seit 1979 trommelt der, auf Lebenszeit vom unheilbaren Rock`n`Roll-Bazillus befallene, Wahlrostocker mit seinen Mannen konsequent gegen alle Trends. Eine kurze "Wendepause" der Band wendete weder Denken, noch die musikalische Windrichtung. Auf dem "Segel" von BERLUC steht nach wie vor schnörkelloser Deutschrock mit Titeln wie "Hunderttausend Urgewalten", "Hallo Erde hier ist Alpha" oder dem Titel "wie ein Regenbogen". Gleichrangig sind, unter die Haut gehend, Softrockballaden wie "Ganz Nah", "Schatten und Licht" und "Segelnd mit dem Wind". Der Wechsel zwischen härteren Songs und letzteren Ohrwürmern sind offenes Geheimrezept und Markenzeichen, mit dem BERLUC bereits zu DDR-Zeiten etliche bedeutende Preise kassierte und sich häufig in der begehrten "Loge" der Rundfunkcharts vor anderen Bands platzieren konnte. "Hey Mr. Präsident, NO BOMB!" - das war das kraftvolle Statement, welches Bands wie Berluc und andere schon vor vielen Jahren gegen drohende Kriegsgefahr gesetzt haben. Die Bewegung "Rock für den Frieden" sprach in den 80er Jahren mit etlichen Konzerten und Fernsehsendungen eine gesamte Generation an wie zeitlos solche musikalischen Warnungen vor dem Krieg sind, zeigt sich grade jetzt wieder.
Die bekanntesten Bands der DDR - Karat, Phudys, City, Berluc, Silly und noch viele mehr - waren damals bei "Rock für den Frieden" mit musikalischen Beiträgen vertreten. Die besten und eindringlichsten dieser musikalischen Botschaften sind jetzt aus aktuellem Anlass auf dieser CD zusammengestellt worden - in derHoffnung, dass diese Musik die Menschen heute wie vor 20 Jahren aufrüttelt und sich das allerschlimmste (und das ist der Krieg immer) im letzten Moment doch noch abwenden lässt.