TEN YEARS AFTER


Es gibt Bands, bei denen die pure Nennung des Namens den Fans Glanz in die Augen treibt. Ten Years After gehören dazu. Ihr Stil ist einmalig und der Sound der Band unverwechselbar. Und auch wenn sie schon mehr als 30 Jahre dabei sind – richtig alt sind sie nicht geworden. Jetzt machen sich "TYA“ wieder auf zu einer Tournee und zelebrieren den unsterblichen Geist jener Zeit, der sie selbst spätestens seit dem Woodstock-Festival von 1969 unsterblich gemacht hat.  Das erste Album hieß schlicht „Ten Years After“ und verkaufte sich, na ja, gut. Wir schreiben das Jahr 1968 und ganz allmählich steigt am Musikhimmel ein Stern auf, der bis heute noch strahlt. Da war ein junger Mann, ein Gitarrist, dessen Hände schneller über die Saiten tanzten als man es bisher gesehen hatte. Alvin Lee heißt er, und er versammelt Gleichgesinnte Musiker um sich. Musiker, die sich nichts aus Hitplatzierungen machen, sondern die Puristen in einem Stil sind, der alle Moden überleben soll: Dem Blues. Schnell folgen, nach den ersten Platten, die großen Tourneen durch Europa und vor allem durch die Staaten. Und dann: Woodstock und „I’m Going Home“ mit dem auch heute noch für die meisten Gitarristen zu schwierigen Solo. Ten Years After spielen sich an den Zenit.  Alvin Lee an der Gitarre, Leo Lyons am Bass, Keyboarder Chick Churchill, und der nicht verwandte Ric Lee am Schlagzeug: Sie gründeten 1967 in Nottingham (UK) TEN YEARS AFTER. Sie spielten Jazz und Hard Rock. Im Marquee Club in London und beim National Jazz & Bluesfestival zu Windsor, kamen die vier groß raus. Und Alvin Lee wurde zum Superstar.  Mit Cricklewood Green und Watt (1970) kamen 20.000 Leute nach New York um Ten Years After zu erleben. „Love Like A Man“ war der absolute Topseller und „A Space I Time“ mit „I´d Love To Change The World“ waren 1971 Spitze. „Rock & Roll Musik To The World“ und „Choo Choo Mama“ kamen ein Jahr später und natürlich in viele Plattenschränke.  Nach "Positive Vibrations" und einer Abschiedstournee gingen die Vier dann eigene Wege. Im Streit, im ernsthaften Streit wohl gemerkt, haben sie sich nicht getrennt, denn Ten Years After leben weiter, leben noch heute. Nur Alvin hat keinen Bock mehr auf Tourneen mit den alten Kumpels.  Die haben lange, lange gesucht bis sie einen adäquaten Ersatz für ihren kongenialen Frontmann gefunden haben: Leo Lyons, Chick Churchill und Ric Lee schien Joe Gooch als der Mann, der Alvin vergessen machen kann. Das findet übrigens auch das Publikum, denn wenn Ten Years After heute live loslegen, dann vermisst man nichts – nicht einmal Mr. Lee.